Gesunde Alternativen zu Giftstoffen in der Kleidung

Weltweites Aufsehen erregten einige Unfälle in Textilfabriken in Indien und Bangladesch, wo bei Gebäudeeinstürzen oder Bränden hunderte ArbeiterInnen ums Leben kamen. Journalisten deckten dabei auf, dass bekannte Marken aus Europa und den USA dort unter unmenschlichen und umweltschädigenden Bedingungen produzieren lassen. Dies trifft nicht nur die Menschen vor Ort, denn das eingesetzte Gift wird mit der Kleidung in alle Länder der Welt importiert und damit bis in unsere Häuser gebracht.

Einige Chemikalien, die in der Textilindustrie eingesetzt werden, sollen laut medizinischen Studien das Erbgut verändern oder Krebs auslösend wirken, dazu zählen:

  • Azofarben; Achtung: schwarz und tiefe Farben sind oft stärker belastet, weil mehrmals gefärbt z.B. auch Türkis
  • Nonylphenolethoxylate (NPE/NPEO), die in der Textilindustrie bei Reinigungs- und Färbeprozessen verwendet werden sowie Tributylzinn (TBT)
  • Weichmacher wie Diethylhexylphthalat/DEHP, Mesamoll, Hexamoll oder Phthalate, die als Weichmacher für den Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC) verwendet werden und in Kunstleder, Gummi und gefärbten Textilien zum Einsatz kommen
  • Perfluorierte Tenside (PFC), mit denen z. B. Outdoor-Kleidung oder Bademode wasser- und schmutzabweisend gemacht wird
  • Aldehyde(Methanal/Formaldehyd), das Hemden knitterfrei macht. Es muss sogar am Etikett vermerkt werden.
  • Triclosan (polychlorierte Phenoxyphenole, PCPP) kommt in Sport- und Funktionstextilien vor, um das Bakterien- und Pilzwachstum zu hemmen.
  • Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber finden in Farbstoffen, Pigmenten und bei der Lederverarbeitung Verwendung.

Die Bio-FairTrade Alternativen

Will man als verantwortungsvoller Konsument agieren und dem Preis- und qualitätsdumping der Großkonzerne entgegentreten, so lohnt es sich, auf Zertifikate zu achten. Das FairTrade-Siegel stellt sicher, dass die Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen erzeugt wurden. Die folgenden Labels werden bei entsprechend guter gesundheitlicher Qualität und Umweltfreundlichkeit der Textilien vergeben:

  • Naturtextil IVN zertifiziert BEST: es handelt sich um den Standard mit den höchsten Anforderungen an die textile Ökologie und liegt weiter über jenen der Europäischen Union
  • Global Organic Textile Standard (GOTS): ein Produkt muss aus mind. 70 % Naturfaser bestehen, die aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft oder Tierhaltung (kbA oder kbT) stammen.
  • Achtung: Öko-Tex Standard 100: bei der Produktion müssen gewisse Gesundheitskriterien eingehalten werden, allerdings ist das Sigel keine Garantie für biologische Produktion (diese müsste eigens gekennzeichnet werden)
  • SG-Schadstoffgeprüft: Lederwaren, die keine gesundheitsgefährdenden Chemikalien ausdünsten, werden mit diesem Label gekennzeichnet

Kleidungsstücke, die man oft direkt am Körper trägt, sollten möglichst aus ökologischer Produktion stammen:

Außerdem ist zertifizierte Bio-Bettwäsche ? ein Muss, denn im Bett verbringen wir sehr viel Zeit und sollten uns für einen guten Schlaf entspannen können und wohlfühlen.

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