Tee richtig genießen

Tee ist weltweit ein Kultgetränk. Doch wie trinkt man ihn wirklich? Die Zubereitung bestimmt den Geschmack und die Wirkung. Dank seines Koffeingehalts ist Tee ein wahrer Muntermacher.

Im Nahen Osten trinkt man ihn gemeinsam wegen der Geselligkeit und um den Körper bei den heißen Temperaturen abzukühlen. In Großbritannien pflegt man die Tradition des Nachmittagstees mit Milch und in China – wo der Tee seinen Ursprung hat – vollziehen die Menschen stundenlange Teezeremonien und –verkostungen.

Die Herkunft

Der Legende zufolge trank der chinesische Kaiser Chen Nung vor fünftausend Jahren auf einer Reise heißes Wasser. Durch den Wind gelangten unbemerkt Blätter eines nahe gelegenen Strauchs ins heiße Wasser. Als er erneut davon trank, war er über den herb-frischen Geschmack und die belebende Wirkung erstaunt. Von nun an wurde der Teestrauch für die Zubereitung des wertvollen Gebräus bekannt. Der Tee gelangte im 6. Jhdt. n. Chr. von China aus durch buddhistische Mönche nach Japan und von dort aus 1000 Jahre später nach Amsterdam und ganz Europa.

Die gleiche Pflanze als Basis vielfältiger Tees

Die Blätter des Teestrauchs Camelia sinensis dienen als Basis für die verschiedenen Geschmacksorten. Je nach Herkunftsgebiet, Verarbeitung und Würze entstehen unterschiedliche Aromen.

Schwarztee

Die Blätter werden in der Sonne getrocknet und zerbrochen, um den Pflanzensaft aus den Blattzellen entweichen zu lassen. Dieser oxidiert mit dem Sauerstoff in der Luft und die Fermentation färbt die Blätter dunkel. Die meisten bekannten Schwarztee-Sorten kommen aus Indien, Ceylon oder Afrika.

Grüner Tee

Um grünen Tee zu erhalten, werden die Teeblätter gedämpft bzw. geröstet und behalten dadurch ihre grüne Farbe und den blattähnlicheren Geschmack. Grüner Tee kommt überwiegend aus China und Japan, ebenso wie die weiße Variante.

Weißer Tee

Diese Teesorte wird aus den weißen Blattknospen gewonnen und nur vorsichtig getrocknet.

Was über den Geschmack entscheidet

Die Blätter

Neben der oben genannten Zubereitung ist auch die Art der Blätter für die Geschmacksnote entscheidend.  Blattknospen schmecken nicht gleich wie große ältere Blätter.

Der Erntezeitpunkt

Außerdem hängt alles vom Erntezeitpunkt ab: Darjeeling-Tee, der im Frühling in der Himalaya-Region geerntet wird ist leicht blumig, die zweite spätere Ernte fällt viel kräftig-würziger aus.

Die Verarbeitung

Werden Blätter bei der Zubereitung gebrochen, so können sie beim Ziehen des Tees ein stärkeres Aroma entfalten. Fein pulverisierte Teeblätter, auch  „Dust“ genannt, findet z.B. in Teebeuteln Anwendung und wird viel schneller fertig.

Die Mischung und das Aroma

Einige Tees sind für ihre Mischung bekannt. Dazu zählt z.B. der English Breakfast Tea, der aus Assam-, Kenia- und Ceylon-Tee gemischt wird. Außerdem gibt es eine große Anzahl aromatisierter Tees wie z.B. Earl Grey Tee, der durch Bergamotte eine Citrus-Note erhält.

Die Zubereitung

Pro Tasse Tee benötigt man jeweils einen kleinen Löffel Tee. Dieser sollte in einem weiten Sieb Platz haben und in einer weiten Kanne ziehen können.

Schwarztee sollte mit nicht mehr kochendem Wasser bei ca. 90 Grad übergossen werden und 3-5 Min. ziehen

Grüner und weißer Tee sollte bei 50-85 Grad aufgegossen werden und nur 2 Min. ziehen

Munter- und Gesundmacher

Das Koffein wird in den ersten 3 Minuten der Ziehzeit freigesetzt, danach treten die Gerbstoffe aus, die Koffein wieder binden. Daher wirkt Tee mit einer kurzen Ziehzeit anregender als wenn man den Beutel minutenlang im Tee herumschwimmen lässt. Tee enthält neben Koffein auch wichtige Antioxidantien, die schädliche freie Radikale binden können. Besonders dem grünen Tee wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, da seine Flavonoide Entzündungen entgegenwirken und das Immunsystem stärken sollen.

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