Krankheitsrisiko durch Tiere

Dass Mücken, Ratten und Tauben Krankheitsüberträger sein können, ist weithin bekannt, doch das sind bei weitem nicht alle Tiere, die dem Menschen gefährlich werden können.

Wildtiere

Auch die allseits geliebten grauen Dickhäuter stellen eine Gefahrenquelle dar: sogar Elefanten können Tuberkulose auf Menschen übertragen.

Affen gelten als HIV-Wirte und nach aktuellem Stand der Wissenschaft stammen die humanpathogenen HIV-Stämme von den Immunschwächeviren der Tiere ab. Affen sind durch Kratz- und Bisswunden auch für eine große Zahl der Tollwut-Infektionen verantwortlich.

Hantaviren werden durch die Rötel- oder die Brandmaus übertragen, wen Menschen Staub einatmen, der Exkremente infizierter Tiere enthält. Eine sehr gefährliche Art von Grippe „Leptospirose“ sowie das in Afrika vorkommende Lassa-Fieber können durch den Urin von Ratten, Mäusen, Nutz- und Wildtieren übertragen werden.

Insekten

Unglaublich, aber Flöhe haben durch Stiche Pestepedemien verursacht, denen Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Auch heute noch stellen Flöhe eine Gefahr für den Menschen dar. Ihre Stiche jucken und befinden sich meist in einer Reihe oder knapp nebeneinander. Auch Läuse treten bei mangelnder Hygiene, z.B. bei verunreinigter Bettwäsche, auf und können das Läuse-Rückfallfieber verursachen.

Weltweit sind Zecken für die Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME/Gehirnhautentzündung) sowie Borrelisose, welche Nervensystem und Gelenke schädigt, verantwortlich.

In tropischen Regionen verbreiten Mücken die oft tödliche Krankheit Malaria sowie Japanische Enzephalitis, Gelb-, Dengue-, West-Nil- oder Chikungunya-Fieber. Die Tsetse-Fliege ist für die Schlafkrankheit verantwortlich.

Haustiere

Wild-, Nutz- und Haustiere wie Katze und Hund können des Weiteren die sehr gefährliche Krankheit, Tollwut, über ihren Speichel übertragen sowie eine Liste weiterer Erkrankungen verursachen wie Kuh- und Katzenpocken, Wurmerkrankungen, Salmonellen oder Pilzinfektionen. Um diesen Krankheiten vorzubeugen, sollte man besonders in fremden Ländern misstrauisch gegenüber sehr zutraulichen Tieren (v.a. Hunden, Katzen und Füchsen) sowie Fledermäusen sein. Letztere werden sogar für Ebola-Epidemien verantwortlich gemacht.

Fazit: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Auch wenn man sich keineswegs vor Tieren zu fürchten braucht, sollte man wissen, welche Gefahren drohen können und sich umsichtig und situationsadäquat verhalten.

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