Kunst und Kultur in Indien

Die Kultur auf dem indischen Subkontinent umfasst zahllose verschiedene Strömungen. Unterschiedliche Völker und Religionen haben tausende Jahre alte Traditionen. Externe Einflüsse kamen mit der Zeit durch den Islam und die europäische Kolonialherrschaft hinzu.

Weltweite Bekanntheit erlangte der indische Film und einige Texte aus der indischen Philosophie und Literatur werden der Weltliteratur zugerechnet. Zahlreiche Bauwerke zählen zum Weltkulturerbe.

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Architektur

Besonders die Architektur spiegelt die große ethnisch-religiöse Vielfalt des Landes wider. Bis in die frühe Neuzeit stand Sakralarchitektur im Mittelpunkt, v.a. jene des Hindusimus, Buddhismus und im Mittelalter jene des Islam. Letztere entwickelte sich zu einer eigenständigen indo-islamischen Architektur. Ab dem 16. Jhdt. brachten die Kolonialstaaten europäische Einflüsse mit, die bis heute in Form des britisch-indischen Kolonialstils erhalten sind.

Malerei

Bekannte historische Malerei in Indien ist neben Jahrtausende alter Höhlenmalerei, der klassischen indischen Kunst aus der Zeit des Gupta-Reichs ab 300 n. Chr. und der hinduistischen Kunst auch die islamisch beeinflusste Miniaturmalerei.

Während der Kolonialzeit machte die einheimische Kunst eine Phase der Marginalisierung durch, welche vom Vater der modernen indischen Kunst, Rabindranath Tagore (1871-1951), beendet wurde.

Musik

Die traditionelle Musik unterteilt sich in hindustanische Musik aus dem Norden mit Laute/Sitar und der Trommel Tabla und karnatische Musik aus dem Süden des Landes. Bekannte Vertreter der Hindustani-Musik sind der Sitarspieler Ravi Shankar, Amjad Ali Khan, Zakir Hussain und Bismillah Khan sowie die Sängerin Kishori Amonkar.

Musik in Indien ist sowohl von den unterschiedlichen ethnischen Gruppen des Landes als auch durch die britische, arabisch und persische Musik beeinflusst.

Aktuelle Popmusik konzentriert sich stark auf die Filmmusik aus Bollywood-Streifen. Darin finden sich Hip-Hop, Soul- und Rockelemente. Sehr bekannte Sängerinnen sind Lata Mangeshkar und Asha Bhosle sowie Nitin Sawhney, Talvin Singh, Bally Sagoo, Cornershop und Panjabi MC.

Tanz

Der indische Tanz basiert stark auf kultischen Tempeltänzen wie der Odissi. Traditioneller indischer Tanz ist Bharatanatyam aus Tamil Nadu, Manipur aus dem Nordosten oder der höfische Tanz Kathak aus Nordindien. Der Kathakali aus Kerala ist ein besonderer Maskentanz.

Theater

Wie der Tanz hat auch das Theater seinen Ursprung im Tempelkult und der Anbetung von Gottheiten. Das älteste Drama stammt vom buddhistischen Dichter Ashvaghosha um 100 n.Chr., gefolgt von den Autoren Bhasa mit dem Drama „Carudatta“, dem Hofdichter Kalidasa, der auch von westlichen Autoren wie Goethe gelesen wurde, und Bhavabhuti.

Ab dem 19. Jahrhundert wandte sich das indische Theater sozialen Fragen zu. Bedeutende moderne Dramatiker sind Rabindranath Thakur “Tagore” und Girish Chandra Ghosh.

Literatur

Erste Schriftstücke waren u.a. die Veden und die Epen “Ramayana” und “Mahabharata”. Klassische Autoren der Sanskrit-Literatur sind Kalidasa und Bhavabhuti. Im Mittelalter dominierte arabische und persische Dichtung die islamischen Herrscherhäuser. Erst ab dem 19. Jhdt. kam es zu einer Wende und es gewannen durch den westlichen Einfluss Romane an Bedeutung. Indische Schriftsteller wie der Nationaldichter und Nobelpreisträger Rabindranath Thakur und Salman Rushdie zählen zur Weltliteratur.

Film

Indische Filmkunst wurde durch Bollywood weltbekannt.

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